Was bringt uns WordPress MU 1.3

WordPress MU

Eins meiner Lieblingsthemen ist ja WordPress MU. Nun seit knapp einem Monat läuft im Trac die Entwicklung von nächsten Version von der Multiuserversion von WordPress. Viel wird sich ändern, der Admin bekommt viel mehr Möglichkeiten, außerdem gab es ein großes Cleaning und die Übersetzung wird mehr in den Vordergrund gestellt.

Im Vergleich zu WordPress 2.3

Kurz zum Anfang der Entwicklung von WPMU 1.3 wurde der Code auf den Stand der aktuellen WordPress 2.3 Entwicklung gebracht. Das heißt alle Funktionen sind dabei, wie Tags, SEO-Optimierung und vieles mehr. Was aber einen großen Nachteil bringt, die Datenbank-Struktur hat sich geändert und somit wird das Upgrade auf WPMU 1.3 richtig schwer, man sollte wirklich vorsichtig sein, da schnell Daten verloren gehen können.

Zum Beispiel bei meiner WordPress MU Seite 4bloggers.de, dort läuft aktuell die stabile Version 1.2.5a und das Tagging-System “Simple Tagging” mit ungefähr 600 Blogs. Das Upgrade würde einen Tag dauern, da man die Tags aus dem Plugin ins interne neue System importieren muss und zwar bei allen Blogs per Hand (via Interface immer bei jedem Blog, den Import starten). Außerdem könnten viele Plugins nicht mehr laufen. Das heißt mir für mich als Betreiber einen hohen Kostenaufwand (Zeit ist Geld), hohe Ausfallzeiten und das Risiko von extremen Datenverlusten. Mein Lösung wird sein, erstmal ein Testumgebung mit dem gleichen Bestand von Daten und Code laufen zuhaben und so zu testen, ob das Upgrade wirklich laufen würde. Viel Zeit wird man wohl brauchen, deswegen kann man sagen, wie bei WordPress 2.3, dass viele erstmal abwarten werden und schauen was die Entwicklung bringt.

Nicht alles ist Negativ

WordPress MU 1.3 ist auch ein Segen, es läuft schon im RC stabiler, als 1.2.5a. Viele Bugs sind endlich weg, die meisten stammen noch aus Pre-1.0-Zeiten. Zudem kann man als Admin viel mehr einstellen, außerdem wurde viel aufgeräumt.

Man kann nun einstellen, ob neue Blogs/User erlaubt sind, ob die API-Schnittstelle XML-RPC genutzt werden darf und dass sogar Blog bezogen, das heißt, nur Blog A hat XML-RPC, Blog B nicht.

Zudem ist der Code sauberer geworden. Für mich, der gerne im Code herum hackt, ein enormer Vorteil ist. Die Funktionen sind klarer definiert und zudem hat sich die Plugin API, mit Actions und Filtern, erweitert und umschließt jetzt fast alle WordPress MU Funktionen.

Was am Ende heraus kommt

Ein klarer Segen für jeden Entwickler, denn man hat es einfacher Plugins zu schreiben, WordPress MU für andere Zwecke zu nutzen und es einfacher WPMU anzupassen. Es ist aber ein Fluch für jeden Betreiber, denn Plugins werden nicht alle laufen, da neue Plugin API und neue Datenbank Struktur. Außerdem wird das Upgrade für den Betreiber mehr Nachteile als Vorteile bringen. Es ist genau so, wie bei WordPress 2.3, soll man oder soll man nicht. Ich sage, man soll, denn es wird keine Sicherheitspatches für WordPress 1.2.X geben. Man sollte halt gut mit Upgrades absichern, vielleicht sogar passende Upgradeskripte schreiben, aber sich einfach ins Upgrade mit Dateien überschreiben zu stürzen, wäre ein großer Fehler. WordPress MU 1.3 ist ein großer Erfolg, aber nur kleiner Schritt zur Perfektion.

RSS-Feed3 Kommentare und Trackbacks

WordPress MU Deutschland » WordPress MU 1.3 ist nun verfügbar

[…] im Code beinhaltet. Bitte vor dem Upgrade ein Backup machen, weitere Informationen habe ich in einem Artikel zusammen […]

Hallo, ich würde gern von MU 1.2.4 auf 1.3 updaten. Weißt Du ob es irgendwo Tipps gibt, wie man das Update am Besten erledigt? Besonders das mit der Datenbank könnte ein Problem werden.
Gruß,
Max


Ich kenn aktuell kein Tutorial dafür, aber ich kann dich bitten eine Anfrage im WordPress MU Forum zu stellen und dort werde ich dir eine Hilfe geben können. Schreib bitte auch deine Plugins auf!

Danke!




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